Die 4 häufigsten Gründe für einen schlechten Stoffwechsel und was Du dagegen machen kannst

Wenn das Gewicht nicht in die Richtung verläuft, die man sich gern wünscht, dann ist klar, wer schuld ist: Der Stoffwechsel. Menschen mit einem schlechten Stoffwechsel können einfach kein Fett verlieren, während andere kein Problem haben alles zu essen und trotzdem ein niedriges Körpergewicht ohne viel Aufwand zu halten. Doch was ist wirklich dran am schlechten Stoffwechsel? Wieso nehmen manche Menschen so schnell zu, während andere damit gar kein Problem haben. Wir erklären dir, ob es wirklich einen guten oder schlechten Stoffwechsel gibt.

Am Ende des Tages entscheidet Kalorienzufuhr darüber, ob man Fett auf- oder abbaut und das trifft auf jeden Menschen zu. An was liegt es somit, dass manche Menschen tatsächlich mehr Probleme beim Gewichtsverlust haben, als andere?

Aktivität
Ein Faktor, der den Kalorienverbrauch stark beeinflusst ist unsere Alltagsaktivität. Die spontanen Aktivität, auch NEAT oder SPA genannt, ist die größte Variable Komponente in unserem Kalorienverbrauch. Studien zeigen, dass die Kalorien, welche durch spontane Aktivitäten verbraucht werden Person zu Person extrem unterschiedlich sind. Das bedeutet, dass manche Menschen genetisch bedingt einfach viel aktiver sind als andere und das unbewusst ohne es zu merken.

Art der Aktivität (Nährstoffaufnahme)
Die Art unserer sportlichen Aktivitäten hat großen Einfluss darauf, wie der Körper Nährstoffe aus der Nahrung verwertet. Kraftsport und andere ähnliche Sportarten, die eine hohe Muskelaktivität verlangen, führen dazu, dass der Körper die Art, wie er Nährstoffe aufnimmt, positiv verändert. Kurz gesagt bedeutet das, dass sich die Körperzusammensetzung, also das Verhältnis von Muskelmasse zu Fett, optimiert wird. Wenn der Körper einen Teil der Nährstoffe zur Bildung neuer Muskelmasse heranzieht, wirkt sich das auch im Umkehrschluss positiv auf die Fettmasse aus.

Genetische Voraussetzung (Nährstoffaufnahme)
Diese optimierte Aufnahme von Nährstoffen ist zum Teil auch genetisch bedingt. Das bedeutet, dass manche Menschen generell Nährstoffe etwas besser verwerten als andere.

Hunger
Einen sehr großen Anteil bei der Annahme eines schlechten Stoffwechsels spielt auch der Hunger. Auch dieser ist zum Teil genetisch bedingt. Manche Menschen haben einfach einen größeren Appetit und somit mehr Probleme dabei, eine bestimmte Kalorienmenge nicht zu überschreiten. Was noch dazukommt ist, dass wir unsere zu uns geführten Kalorien um bis zu 50% unterschätzen. Deshalb merken diese Menschen oft gar nicht, dass sie zu viele Kalorien zu sich nehmen. Sie unterschätzen das natürlich nicht bewusst.

Zusammengefasst spielen zwei Faktoren in Kombination eine große Rolle dabei, dass manche Menschen denken sie haben einen schlechten Stoffwechsel. Ein geringer Bewegungsdrang führt zu einem niedrigen Kalorienverbrauch und ein starkes Hungergefühl führt zu einer hohen Kalorienzufuhr. Das macht es für manche Menschen enorm schwierig, eine Balance zwischen Kalorienverbrauch und Kalorienzufuhr zu erreichen. Diese ist jedoch zwingend notwendig, wenn man das Gewicht halten möchte. Beim Gewichtsverlust ist es sogar noch etwas schwieriger, da man mehr Kalorien verbrauchen muss durch Aktivität, als man durch Nahrung zu sich nimmt. Für Menschen mit einem großen Hunger und einem schwachen Bewegungsdrang ist das schwer. Dazu kommt noch, dass der Körper mancher Menschen sehr sensible auf eine Reduzierung der Kalorienzufuhr reagiert und den Hunger noch mehr ankurbelt, während er die Person gleichzeitig lethargischer macht. Das hat aber nichts mit einem schlechten Stoffwechsel zu tun, sondern liegt daran, dass die Faktoren, welche die Kalorienbilanz beeinflussen bei manchen Menschen genetisch bedingt, Gewichtsverlust nicht begünstigen.

Kann man den Stoffwechsel ankurbeln?
Natürlich nutzen viele Unternehmen und Personen der Öffentlichkeit genau diese genetischen Unterschiede aus und versprechen den genetisch benachteiligten Menschen abhilfe in Form eines magischen Tricks oder einer magischen Pille. Die Wahrheit ist jedoch, dass es keine Abkürzung gibt, den Stoffwechsel “anzukurbeln”. Dennoch gibt es ein paar Sachen, die man machen kann, damit man die genetischen Ungleichheiten ausgleicht.
  • hohe Proteinzufuhr
  • mehr Muskelmasse aufbauen
  • Krafttraining
  • mehr Alltagsaktivität
  • Nahrungsauswahl zuhause auf kalorienarme Lebensmittel beschränken
  • Ernährung gut kontrollieren


All diese Sachen führen dazu, dass der Kalorienverbrauch steigt, die Nährstoffe sinnvoller verwendet werden und man die Kalorienzufuhr besser kontrollieren kann. Sie beeinflussen somit nicht den Stoffwechsel an sich, jedoch führen sie dazu, dass man weniger Kalorien zu sich nimmt und mehr verbraucht und darauf kommt es am Ende an, wenn man sein Gewicht halten oder abnehmen will.

Fazit: Das alles bedeutet nicht, dass manche Menschen genetisch so ausgestattet sind, dass sie kein Fett verlieren, bzw. ihr Wunschgewicht halten können. Manche Menschen müssen einfach mehr Energie dafür aufbringen und somit mehr auf ausreichend Bewegung und eine gute Ernährung achten. Schaffen kann es jedoch jeder und wir helfen dir dabei.